Bei der Inline-Thermografie handelt es sich um ein Verfahren zur Erkennung von Qualitätsschwankungen, Schuss für Schuss, einhergehend mit der Regelung der Temperierung bei Toleranzüberschreitungen. Damit ist es möglich Ausschuss zu vermeiden und stabile Teilequalität sicherzustellen.
Diese „Qualitätssicherung im heißen Zustand“ wird durch die Aufnahme der Oberflächentemperaturen eines Spritzgussteils direkt nach dem Entformvorgang mittels einer Wärmebildkamera realisiert. Dazu wird das Teil direkt nach dem Entformen von einem Roboter der Kamera in verschiedenen Positionen präsentiert. Anschließend erfolgt die Auswertung der thermografischen Aufnahmen durch die integrierte Software. Die Abweichungen von den idealen Ausgangsdaten werden berechnet und segmentabhängige Korrekturen an die werkzeugseitig vorhandenen Kühlkreise über das angeschlossene Durchflussregelgerät WITTMANN FLOWCON vorgegeben.
Vorteile:- Externe Temperaturmessung am entformten Bauteil
- Dauerhaft optimierte Zykluszeiten durch konstante Temperierung
- Verbesserung der Anfahrsituation
- Reduzierung des Anfahrausschusses
- Nachhaltige Qualitätsverbesserung durch gleichbleibende Temperaturverteilung
- Ausschuss bei Temperierfehlern wird sofort erkannt
- IR-Kamera kann große Flächen und kritische Stellen erfassen
- Notwendige Werkzeugwartungen werden durch permanente Aufnahme von Thermobildern früher erkannt
- Thermobild ist ein relevanter Prozessparameter
Die Technologie kann sowohl auf einer Neumaschine als auch als Package zum Nachrüsten angeschafft werden. Angeboten werden 2 Varianten: - Open loop Version: Zur Anzeige von Thermobildern und Short shots inkl. nutzbares Signal zu Gut-/ Schlechtteilselektion, ohne Regelung der Werkzeugtemperierung
- Closed loop Version: Zur Anzeige von Thermobildern inkl. nutzbares Signal zur Gut-/Schlechteilselektrion und inkl. Regelung der Werkzeugtemperierung
Die Technologie wurde in Zusammenarbeit mit dem SKZ Würzburg entwickelt. |